Johann Daniel Falk – Patron der Kinder

Johannes Falk wurde am 28. Oktober 1768 in Danzig geboren. Sein Vater war ein Perückenmacher. Johannes durfte nur vier Jahre die Schule besuchen, weil er in der Werkstatt des Vaters mitarbeiten musste. Er wollte aber lernen und studieren. Mit 16 Jahren ermöglichten ihm Gönner den Besuch eines Gymnasiums und anschließend

ein Studium. 1797 kam er als junger Schriftsteller nach Weimar. Er schrieb Gedichte, satirische Puppenspiele, auch ein Buch über J. W. Goethe.

Im Krieg um 1813 waren viele Menschen in Not und Elend geraten. Kinder hatten ihre Eltern verloren und versuchten bettelnd und plündernd zu überleben. Diesen elternlosen, verwahrlosten Kindern wollte Falk helfen, er nahm sie bei sich auf. Für sie gründete er eine „Gesellschaft der Freunde in der Not“ und gemeinsam mit seinen Zöglingen erbaute er ein schönes Heim, das Falksche Institut. Für alle Hilfebedürftigen reichte der Platz nicht aus. Deshalb suchte er nach liebevollen Pflegeeltern für seine Mädchen oder Jungen. Jugendlichen verschaffte er eine Lehre bei einem Handwerker oder Arbeit bei einem Bauern.

Am Sonntag kamen dann alle Schützlinge in Falks Haus, zu ihrem Freund, Vater und Lehrer. Für diese Kinder schrieb er eines der schönsten deutschen Weihnachtslieder, „O du fröhliche“. Bis zu seinem Tode im Jahre 1826 widmete er sein Leben und seine ganze Kraft der Fürsorge für verwaiste und verwilderte Kinder. Ungefähr 500 junge Menschen wurden durch ihn, den „Freund in der Not“, vor Kriminalität und Zuchthaus bewahrt und auf einen guten Weg

ins Leben gebracht. So wirkte Falk in Deutschland als Retter und Erzieher gestrauchelter und elternloser Kinder wie 100 Jahre später der Ukrainer A. S. Makarenko in seinem Lande.



Lass’ dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Dietrich Bonhoeffer, * 04.02.1906